Syrisches Kochevent am 28.03.2026

Am 28. 3. 2026 fand im Kulturbahnhof in Kelkheim-Münster unser sechstes Begegnungskochen statt - dieses Mal in Kooperation mit „Über den Tellerrand“ aus Frankfurt.

 

„Über den Tellerrand“ ist gewissermaßen Pate unserer Kochevents, denn wir haben mit Unterstützung dieses gemeinnützigen Vereins unser erstes Begegnungskochen organisiert und danach das Konzept erfolgreich übernommen.

Am 28.3.2026 stand die syrische Küche im Mittelpunkt. Die Köche Abdul, Hanan und Maysa haben mit viel Freude und Kreativität gemeinsam mit 35 Gästen den Salat Taboulé, ein syrisches Reisgericht und einen typischen Nachtisch zubereitet.

 

Bei lebhaften Gesprächen wurde geschnibbelt, gekocht, liebevoll dekoriert und anschließend gemeinsam gegessen.

Ein gelungener  kulinarischer Abend, der uns ermutigt, weitere Kochevents zu organisieren.

 

Die Rezepte finden Sie unter den Bildern als Download.

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Kochevent in Kelkheim

Anmeldungen bitte bis zum 23.03.2026 an "[email protected]" mit Angabe der Mobilnummer, damit wir bei kurzfristigen Absagen Gäste, die auf der Warteliste stehen, kontaktieren können.


Besser gewappnet für den Schulalltag


Eindrücke von unserem indischen Kochabend

Am 21. 11 2025 fand unser fünfter Kochabend statt, dieses Mal in Kooperation mit der Lukas -Gemeinde In Kelkheim.

 

Die aus Indien stammende Familie Kaur, die seit 13 Jahren in Kelkheim lebt, führte uns im Gemeindezentrum Fischbach  in die nordindische Küche aus Punjab ein.
Die Gäste bereiteten unter Anleitung von Madjeep, Harpreet und Komalpreet Kaur mit viel Begeisterung die verschiedenen Gerichte zu. Die Rezepte sind nachfolgend abgedruckt. Bei lebhaften Gespräche  wurde dann zusammen gegessen.

 

Alle waren sich einig, dass ein indischer Kochabend auf jeden Fall wiederholt werden sollte, zumal über 25 Personen auf der Warteliste leider nicht berücksichtigt werden konnten.

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Frankfurt Marathon

Nachdem beim diesjährigen Kelkheimer Staufenlauf im Mai bereits drei unserer Läufer über 10 bzw. 20 km am Start waren (Sharif, Merhawi und Ablelom), absolvierte Ablelom in Frankfurt sogar die komplette Marathondistanz.

 

Am letzten Oktoberwochenende ging er gemeinsam mit 17.000 anderen Läufern auf die Marathonstrecke. Bei seinem Marathondebut erreichte er in der hervorragenden Zeit von 3 Stunden und 35 Minuten das Ziel in der Festhalle und repräsentierte unseren Verein "Miteinander leben in Kelkheim".


In der Kelkheimer Zeitung vom 17.10.2025 über das Eritreische Neujahrsfest


Einladung zu einem indischen Kochevent am 22.11.2025


Einladung zum Eritreischen Neujahrsfest 2025


Eindrücke vom Eritreischen Kochevent


Sommerfest 2025

Bei unserem diesjährigen Sommerfest in Fischbach kamen wieder zahlreiche "Alt- und Neu-Kelkheimer" zu einem fröhlichen Treffen zusammen.

 

Auf dem Sportplatz des SV Fischbach wurden Freundschaften vertieft und neue Kontakte geknüpft.

 

Besonders erfreulich ist, dass die Bewohner der neuen Gemeinschaftsunterkunft in Fischbach gut aufgenommen wurden. Nach dem Essen nutzen einige Männer den schönen Platz für ein kleines Fußballspiel.


Ankündigung Du & Ich Tag am 12.09.2025

Am 12.09.2025 findet ab 14:00 Uhr der nächste Du & Ich - Tag in der Kelkheimer Stadtmitte statt. 

Der Verein nimmt mit einem eigenen Stand und verschiedenen Aktionen teil.

Wer helfen möchte wende sich bitte an [email protected]


Wir laden herzlich ein zu einem weiteren Kochevent


Kochevent in Kelkheim - Rezeptsammlung

Das Kochevent mit Persischer Küche war ein großer Spaß und ein großer Erfolg. Sehr gerne haben wir daher die Rezepte noch einmal zusammengetragen und stellen sie hier allen Interessierten als Download zur Verfügung. 

 

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Einladung - Kochevent mit Persischer Küche

 

 

 

 

 

 

 

 

EINLADUNG

 

Der Verein “ Miteinander leben in Kelkheim“ lädt Sie sehr herzlich zu einem gemeinsamen Kochabend  am 4. April  2025 um18 Uhr ins Familienzentrum Kelkheim, Frankenallee 22 über Optik Ufer ein.

 

Wir möchten an diesem Abend beim Kochen und Essen miteinander ins Gespräch kommen.

 

Nachdem wir beim ersten Kochabend im November 2024 afghanisch gekocht und im Januar 2025 Gerichte aus der Ukraine ausprobiert haben, steht dieses Mal die persische Küche im Mittelpunkt.

Ehrenamtliche aus dem Iran werden uns bei der Zubereitung typischer persischer  Gerichte  anleiten, die wir dann alle zusammen genießen. Dabei besteht Gelegenheit viel über die persische  Kultur zu erfahren und uns besser kennenzulernen.

 

Wenn Sie Interesse und Spaß haben mitzumachen, melden Sie sich bitte formlos per Mail bis zum 25. 3. 2025 unter
[email protected] an. 
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, wobei die Reihenfolge der Anmeldungen ausschlaggebend ist. Gehören Sie zu den 20 Teilnehmern, erhalten Sie eine Zusage per Email.  Absagen verschicken wir nicht, nehmen Sie aber gerne auf die Warteliste für Nachrücker auf.

 

Wenn Sie nach Erhalt einer Zusage aus unerwarteten Gründen nicht teilnehmen können, bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, so dass andere Gäste von der Warteliste nachrücken können.

 

Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind willkommen.

 

Wir freuen uns, Sie am 4. April 2025 begrüßen zu dürfen.

 

Herzliche Grüße

 

Vorstand

 

Miteinander leben in Kelkheim   e.V.                                


Gemeinsam kochen

Im Familienzentrum des Vereins „Miteinander leben in Kelkheim e.V“ fand am 24.01.2025 das zweite Kochevent statt. Nach dem Erfolg und der großen Resonanz auf das erste Kochevent im November 2024 waren die 20 Plätze schnell ausgebucht.

Auch dieses Mal war es nicht nur ein Kochevent, sondern eine Begegnung ukrainischer Frauen mit deutschen Gästen. Der Abend begann mit dem Überreichen eines selbstgebackenen süßen Brotes (Korowai) an den Verein – eine ukrainische Tradition und ein Dankeschön und ein Zeichen der Wertschätzung für  den Verein „Miteinander leben in Kelkheim e.V“.

 

An vier Stationen bereiteten 20 Gäste unter Anleitung von Inna, Olha Z., Olha M. und Olena traditionelle ukrainische Gerichte zu. Es wurde nicht nur gemeinsam geschnippelt und gerührt, sondern auch erzählt und viel gelacht. Dabei waren die Gäste von den guten Deutschkenntnissen der Ukrainerinnen beeindruckt.

 

Olga M. zeigte wie vegetarischer Borschtsch zubereitet wird. Außerdem gab es Golubtsi (gefüllte Kohlrouladen) und Varenyky (Teigtaschen mit Kartoffelfüllung). An einer Station wurde Schuba zubereitet und Olha Z zeigte, wie die verschiedenen Zutaten in Lagen angerichtet werden. Außerdem gab es Krabbensalat und zum Abschluss noch etwas Süßes - Nalysnyky (Pfannkuchen mit Quarkfüllung), die Olena mit den Gästen zubereitete. Dazu wurde das nur an Festtagen angebotene traditionelle ukrainische Getränk Uzvar, das aus getrockneten Früchten mit der Zugabe von Honig und Rosinen zubereitet wird, serviert.

 

Nachdem die Gerichte fertig gestellt und auf dem Buffet angerichtet waren, versammelten sich alle zum gemeinsamen Essen an den gedeckten Tischen. Der Raum war nicht nur gefüllt vom Duft des Essens, sondern von den vielen Gesprächen. Allen Gästen wurden die Rezepte der ukrainischen Gerichte übermittelt, die von einigen  schon nachgekocht worden sind.

Die Teilnehmer haben nicht nur neue Gerichte kennen gelernt sondern ukrainische Frauen und ihre Geschichte, ihren Weg nach Deutschland, ihre Anfänge in Kelkheim und ihre Dankbarkeit für die Offenheit und Unterstützung, die sie in Kelkheim bisher erfahren haben und immer noch erleben.

 

“Kelkheim und das Familienzentrum sind zu unserer zweiten Heimat geworden“ – so drückte es Inna  aus.


Aus den Taunus Nachrichten vom 05.12.2024

Gemeinsam kochen, gemeinsam wachsen: Ein Kochevent, das Herzen verbindet

Gemeinsam kochen, gemeinsam schlemmen: Das war das Motto der Teilnehmer des 1. Kochevents im Familienzentrum des Vereins „Miteinander Leben in Kelkheim“. Weitere werden folgen.Fotos: Judith Ulbricht

 

Kelkheim (ju) – Im Familienzentrum des Vereins „Miteinander Leben in Kelkheim“ wehten an einem besonderen Freitag die verlockenden Düfte von Safran, Koriander und frischem Brot durch die Luft. Es war nicht nur ein Kochevent, sondern eine Begegnung, die den Zauber von Integration auf die Teller brachte. Afghanische Frauen und deutsche Gäste kamen zusammen, um gemeinsam afghanische Gerichte zu kochen, Traditionen zu teilen und ein Fest des Miteinanders zu feiern.

Küche als Brücke zwischen Kulturen

Die Küche ist ein Ort, der verbindet. Hier werden nicht nur Zutaten vermischt, sondern auch Geschichten erzählt, Erinnerungen geteilt und Kulturen lebendig gemacht. Genau das geschah an diesem Tag. Unter der liebevollen Anleitung afghanischer Frauen lernten die Teilnehmer, traditionelle Speisen wie Qabili Palau, ein würziges Reisgericht mit Rosinen und Karotten, und Bolani, dünne Teigtaschen mit Kartoffelfüllung, zuzubereiten.

Doch es ging um mehr als Rezepte – es ging darum, einander zuzuhören und voneinander zu lernen. Eine afghanische Teilnehmerin, die vor wenigen Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland geflüchtet war, erzählte, wie ihre Mutter sie das Rezept für Mantu, gedämpfte Teigtaschen, lehrte. Mit Tränen in den Augen sagte sie: „Kochen ist für mich ein Stück Heimat. Und heute fühle ich mich, als könnte ich diese Heimat mit euch teilen.“

Integration, die durch die Sinne geht

Integration ist ein oft abstraktes Wort, das hier eine ganz greifbare, wohlschmeckende Form annahm. Deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnitten Gemüse, kneteten Teig und lernten, wie man die richtige Menge an Gewürzen abmisst – immer unter den herzlichen Anweisungen ihrer afghanischen Kochpartnerinnen. Sprachbarrieren schmolzen dahin, übersetzt durch Lachen, Gesten und das gemeinsame Tun.

Ein Teilnehmerin, die mit sichtlichem Spaß am Schnippeln ist, fasste es so zusammen: „Manchmal braucht es keine Worte, um sich zu verstehen. Wenn wir zusammen kochen, teilen wir etwas, das tiefer geht als Sprache. Wir bauen Brücken aus Vertrauen und Respekt.“

Für die Teilnehmer gab es viel zu lernen, denn es ist gar nicht so einfach, die kleinen Teigquadrate, auf denen die verschiedenen Füllungen verteilt wurden, zu falten. Sana zeigt geduldig, wie es gemacht wird. Sie und ihre Schwester Farah flüchteten vor zwei Jahren aus Afghanistan vor dem Terrorregime der Taliban, weil es für sie dort keine Zukunft mehr gab. Den beiden macht es sichtlich Spaß, den Teilnehmern ihre Kochkultur näher zu bringen; staunend stehen sie neben Sana, als diese den Teig hauchdünn ausrollt, in einer Geschwindigkeit und Geschicklichkeit, die schwindelig macht.

Festessen: Symbol der Gemeinschaft

Als die Gerichte schließlich fertig waren, versammelten sich alle an einer langen, bunt gedeckten Tafel. Jeder brachte eine kleine Anekdote mit, die zu seinem Gericht gehörte, und der Raum füllte sich mit Gesprächen, die von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft handelten. Es war ein Festessen, das den Geist des Vereins „Miteinander Leben in Kelkheim“ verkörperte – Offenheit, Gemeinschaft und gegenseitige Wertschätzung.

Die Schlange am Büffet war lang, die Auswahl riesig. Neugierig wurden die unbekannten Speisen probiert, während man sich über kulturelle Traditionen austauschte. Eine deutsche Teilnehmerin gestand, dass sie vorher skeptisch gegenüber der fremden Küche gewesen sei. „Heute habe ich nicht nur neue Geschmäcker entdeckt, sondern auch neue Freundschaften geschlossen. Integration fühlt sich plötzlich ganz leicht an.“

Ein Event, das Spuren hinterlässt

Am Ende des Tages trugen alle Teilnehmer nicht nur Rezepte, sondern auch eine tiefere Erkenntnis mit nach Hause: Integration geschieht dort, wo Menschen sich offen begegnen und bereit sind, voneinander zu lernen. In der Küche des Familienzentrums wurde deutlich, wie viel reicher unsere Gesellschaft wird, wenn wir die Vielfalt feiern, statt sie zu fürchten.

Die afghanischen Frauen, die zunächst etwas schüchtern gewesen waren, verließen das Zentrum mit strahlenden Gesichtern. Eine von ihnen sagte: „Heute habe ich mich gesehen gefühlt – als Mensch, nicht nur als Fremde. Ich habe das Gefühl, dass ich hier ankommen kann.“

Für den Verein „Miteinander Leben in Kelkheim“ war das Kochevent ein großer Erfolg – und ein Beweis dafür, dass Integration durch kleine Gesten und große Begegnungen möglich wird. Es bleibt die Hoffnung, dass solche Veranstaltungen immer wieder stattfinden, um die verbindende Kraft des gemeinsamen Tuns in den Mittelpunkt zu stellen. Denn wie an diesem Tag deutlich wurde: Ein guter Anfang ist gemacht, wenn Menschen zusammenkommen – und gemeinsam etwas Gutes auf den Tisch bringen.

Nächstes Kochevent

Der Verein“ Miteinander leben in Kelkheim“ veranstaltet am Freitag, 24. Januar, seinen nächsten gemeinsamen Kochabend um 18 Uhr im Familienzentrum, Frankenallee 22 über Optik Ufer.

Nachdem beim ersten Kochabend afghanisch gekocht wurde, steht dieses Mal die ukrainische Küche im Mittelpunkt.

Die Ukrainerin Inna lebt seit dem Ausbruch des Ukrainekrieges im Februar 2022 mit ihrer Familie in Kelkheim. Sie und weitere ukrainische Ehrenamtliche werden bei der Zubereitung typischer ukrainischer Gerichte anleiten und mitkochen. Im Anschluss wird dann gemeinsam geschlemmt. Dabei besteht die Gelegenheit, viel über die ukrainische Kultur zu erfahren und sich besser kennenzulernen.

Wer Interesse und Spaß hat, mitzumachen, meldet sich bitte formlos bis zum 15. Januar unter [email protected] beim Verein an. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt, wobei die Reihenfolge der Anmeldungen ausschlaggebend ist. Wer zu den 20 Teilnehmern gehört, erhält eine Zusage per E-Mail. Absagen werden nicht verschickt, dafür wird es eine Warteliste für Nachrücker geben. Wer aus unerwarteten Gründen nicht teilnehmen kann, möge bitte rechtzeitig absagen, sodass andere Gäste von der Warteliste nachrücken können. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind willkommen.


Aus der Kelkheimer Zeitung vom 14.11.2024

10-Jähriges: Wie aus dem „Runden Tisch“ „Miteinander Leben in Kelkheim e.V.“ wurde

Die Ukrainerin Natalia hat das Bild, das im Familienzentrum hängt, gestaltet, jeden Tag kommen neue Motive und Ideen hinzu. Die Aussage ist eindeutig: Lasst uns lieben, in Freiheit und Frieden leben, die Schönheit der Natur genießen und aus dem Gegeneinander ein Miteinander machen – uns und unseren Kindern zuliebe.

Was am 1. Juli 2014 mit einem Treffen der Kirchen zum Thema „Flüchtlingshilfe“ begann, wurde am 8. Oktober zu einem „Runden Tisch“ und schließlich am 10. Juli 2017 zum Verein „Miteinander Leben in Kelkheim“. Eine Geschichte über Willen, Mut, Zuversicht und den Wunsch, in der Gesellschaft etwas zu bewegen.

Die Anfänge des Vereins

Die Geschichte des Vereins begann vor einem Jahrzehnt, als eine Gruppe engagierter Kelkheimerinnen und Kelkheimer erkannte, dass es an strukturierten Angeboten für die Integration und das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft mangelte. Ein Netzwerk musste her. Die Idee des „Runden Tisches“ entstand. Damals gab es in Kelkheim vier Unterkünfte, in denen Flüchtlinge unterkamen, versorgt und betreut wurden. Betreut von Ehrenamtlerinnen wie Salome Korschinowski (Ruppertshain), Sabine Kurz (Frankfurter Straße), Mafalda Pinto-Schneider (Weilbacher Straße) und Susanne Trouet (Wilhelmstraße). Um mehr Koordination in der Betreuung und Hilfe zu bekommen, bildeten sich drei Arbeitskreise, „die witzigerweise alle die gleiche Anzahl an Helfern hatten“, erinnert sich Mafalda Pinto Schneider an die Anfänge. Regelmäßige Treffen in den Arbeitskreisen und die Entsendung von Koordinatoren, um die Zusammenarbeit der Arbeitskreise besser aufeinander abzustimmen, bestimmten ab sofort die Arbeit der „Flüchtlingshilfe“. 2015 kam noch eine Unterkunft in Fischbach dazu, die von der Koordinatorin Cornelia Velter betreut wurde. „Die Arbeit war damals ganz anders als heute“, erinnert sich Pinto-Schneider. Schulanmeldungen der Kinder, Konto eröffnen, Fahrten zur Tafel – das waren nur einige der Aufgaben, die erledigt werden mussten. „Man war sehr eng mit den Flüchtlingen. Heute unterstützen sich die Landsleute untereinander. Aber Sinn der Sache war immer, wir geben euch die Hand, aber irgendwann müsst ihr selbst klar kommen“, blickt Annkatrin Helberg-Lubinski zurück. Eine der ersten gemeinsamen Aktionen war die Ausrichtung einer Weihnachtsfeier für die Geflüchteten. Dankbar sind die beiden auch dem damaligen Bürgermeister Thomas Horn. „Viele Menschen wollten Geld für die Flüchtlinge spenden, aber wir hatten kein eigenes Konto, da wir kein eingetragener Verein waren. Er hat für uns eines eingerichtet und uns auch die Räumlichkeiten für die ersten Deutschkurse zur Verfügung gestellt“, so Pinto-Schneider.

Miteinander Leben in Kelkheim

Inspiriert von der Idee, eine offene und inklusive Gemeinschaft zu fördern, gründete sie im Jahr 2017 aus dem „Runden Tisch“ den Verein „Miteinander Leben in Kelkheim“. Die Idee, einen Verein zu gründen, wurde anfangs von den rund 150 engagierten Ehrenamtlichen heiß diskutiert. „Warum einen Verein gründen, wenn doch die Unterstützung und Integration der Flüchtlinge gut läuft? Wird dann nicht alles unnötig formalisiert? Wir mussten viel Überzeugungsarbeit bei den Koordinatoren leisten, weil die Helfer dachten, der Verein würde ab sofort über sie bestimmen“, erinnern sich die beiden. Viele waren mit der losen Struktur des Netzwerks – organisiert in den vier Arbeitskreisen – zufrieden. Doch es gab Einschränkungen: die Anmietung von Räumen, die eigenständige Beantragung von Fördergeldern oder Vertragsabschlüsse mit Referenten für Fortbildungsveranstaltungen, kein eigenes geführtes Konto – all das erforderte eine rechtsfähige Organisation. Und ihre Erfolgsgeschichte zeigt, dass die Entscheidung die richtige war.

Auch heute besteht das Netzwerk weiterhin aus Arbeitskreisen – an der täglichen Arbeit hat sich nichts geändert. Doch der Verein unterstützt nun die Arbeitskreise Mitte, Fischbach und Ruppertshain mit den Möglichkeiten, die eine rechtsfähige Organisation bietet: bei der Beantragung von Fördermitteln, der Organisation arbeitskreisübergreifender Angebote wie Weiterbildungen für Ehrenamtliche, Informationsveranstaltungen für Flüchtlinge oder Veranstaltungen für alle Bürgerinnen und Bürger Kelkheims. Außerdem erleichtert der Verein die Zusammenarbeit mit der Stadt Kelkheim, den ansässigen Vereinen und Institutionen. Seit der Vereinsgründung im Juli 2017 ist für alle sichtbar, wer die jeweiligen Ansprechpartner sind und an wen man sich wenden kann.

Ziele und Visionen

Im Vereinsnamen „Miteinander Leben in Kelkheim“ spiegeln sich die Vision und das Programm wider. „Wir möchten ein harmonisches Miteinander zwischen den neuen Kelkheimer Mitbürgern und denen, die schon länger hier leben, fördern. Dazu unterstützen wir die Flüchtlinge, damit sie zukünftig selbstständig ihre Angelegenheiten regeln und gleichzeitig wichtige Akteure in der Gemeinschaft werden“, erklärt Helberg-Lubinski. „Außerdem wollen wir auch Begegnungen mit der Bevölkerung ermöglichen, um gegenseitige Ängste und Vorurteile abzubauen“, schiebt Pinto-Schneider hinterher.

Die Mission

Von Anfang an war das Ziel des Vereins klar: Brücken zwischen den verschiedenen Kulturen und Generationen zu bauen und einen Raum zu schaffen, in dem sich alle Bürgerinnen und Bürger willkommen fühlen. Die ersten Schritte waren geprägt von intensiver Arbeit und dem unermüdlichen Einsatz der Gründungsmitglieder. In den ersten Monaten wurden Sprachkurse und interkulturelle Begegnungstage organisiert, die den Grundstein für die zukünftigen Aktivitäten legten.

Eine Dekade des Engagements

In den folgenden Jahren etablierte sich der Verein als wichtige Institution in Kelkheim. Mit verschiedensten Projekten wurde das Zusammenleben aktiv gefördert. Ein besonderes Highlight war die Einführung der „Patenschaften“, bei denen langjährige Einwohnerinnen und Einwohner die Rolle von Mentoren für neu zugezogene Familien übernahmen und ihnen halfen, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.

Der Verein erweiterte sein Angebot kontinuierlich und setzte auf Bildung und Freizeitaktivitäten, die alle Altersgruppen ansprechen. Über allem steht das Erlernen der deutschen Sprache. Etliche Sprachkurse wurden angeboten, alle ehrenamtlich geleitet. Neuer Dreh- und Angelpunkt ist das Familienzentrum in der Frankenallee geworden. Hier gibt es unter der Woche von 10.30 bis 12.30 Uhr einen Spieltreff für die Kleinen, der sich jetzt auch für Kinder aller Nationen öffnet. In Zukunft wird es hier auch regelmäßige Kochevents geben, zu denen die Bevölkerung eingeladen werden soll. Ganz nach dem Motto „Integration geht durch den Magen“. Denn kulinarisch hat Kelkheim einiges zu bieten, wie das 1. Suppenfest vor zwei Wochen bewies. „Was vereint denn mehr, als das gemeinsame Zubereiten und Verzehren von selbstgekochtem Essen?“, fragt sich Mafalda Pinto-Schneider. Doch es gibt noch so vieles mehr, was im Familienzentrum geleistet wird, und mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine und den vielen geflüchteten Frauen mit kleinen Kindern wurden die Herausforderungen noch mal ganz andere. „Hier mussten Traumata verarbeitet werden; deswegen waren wir unendlich froh, dass sich so viele Freiwillige gefunden haben, die uns mit Malkurs-Therapie und Reittherapie unterstützt haben. Und die Flüchtlinge wurden selbst aktiv, gründeten eine Gruppe, um die berufliche Integration voranzutreiben, absolvierten ihre Sprachtests, um der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können.

Auch Bürgermeister Albrecht Kündiger würdigt die Arbeit des Vereins und erinnert an die Anfänge, als der Verein mit kleinen, aber ambitionierten Projekten startete. „Heute ist ‚Miteinander Leben in Kelkheim‘ nicht mehr wegzudenken und ein unverzichtbarer Teil unserer Stadt“, so der Rathauschef.

Für all diese Arbeit benötigt man aber weiterhin Unterstützung von Ehrenamtlern, deswegen würden sich Annkatrin Helberg-Lubinski und Mafalda Pinto-Schneider wünschen, dass noch mehr Menschen den Weg zu ihnen finden, um die Aufgaben gemeinsam zu meistern. „Ganz wichtig wäre es auch, wenn sich jüngere Menschen für unseren Verein interessieren würden. Hier können sie hautnah erleben, welchen großen Einfluss es auf unsere Gesellschaft hat, wenn man vorbehaltlos und aufopferungsvoll hilft“, sind sich beide sicher.

Das 10-jährige Jubiläum ist ein Meilenstein, der nicht nur die Erfolge der Vergangenheit feiert, sondern auch den Weg für eine vielversprechende Zukunft ebnet. Ein Hoch auf das „Miteinander Leben in Kelkheim“ und auf viele weitere Jahre des gemeinsamen Engagements!


Afghanisches Kochevent am 01.11.2024 in Kelkheim

Gemeinsam mit der Organisation „Über den Tellerrand“ haben wir am 01.11. 2024 zum ersten Mal ein besonderes Kochevent veranstaltet.

 

Die Organisation „Über den Tellerrand“ fördert den persönlichen Austausch zwischen Menschen  mit und ohne Fluchterfahrung. Dazu werden gemeinsames Kochen und Essen genutzt, um Menschen unterschiedlicher Herkunft Gelegenheit zu geben, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Am 1.11. 2024 war es dann soweit: Arezu, die aus Afghanistan kommt, mit ihrer Familie in Kelkheim lebt und inzwischen bei „ Über den Tellerrand“ arbeitet, und andere afghanische Ehrenamtliche haben uns angeleitet, typische afghanische Gerichte zuzubereiten.

 

Gemeinsam mit 20 Gästen wurde geschnippelt, Teigtaschen und Cremeröllchen gefüllt und gekocht.

Dabei wurden angeregte Gespräche geführt, viel gelacht und anschließend das wirklich köstliche Essen genossen. Der Abend wurde von einigen Gästen noch mit einer kleinen Tanzeinlage beendet.

 

Wir werden diese Veranstaltungsreihe in 2025  fortführen und voraussichtlich Anfang nächsten Jahres ein ukrainisches Kochevent veranstalten.


Frankfurt Marathon 2024

Der 41. Frankfurt Marathon fand wie immer am letzten Sonntag im Oktober statt. Bei optimalen Wetterverhältnissen ging unsere Staffel "Kelkheim1" gemeinsam mit 25000 weiteren Läuferinnen und Läufern auf die Strecke.

Nach dem Zieleinlauf in der Festhalle waren alle müde aber glücklich.

 

Abends trafen wir uns zum gemütlichen Beisammensein und genossen die eritreischen Speisen, die Iris und Ablelom für uns zubereitet hatten.

 

Bericht: Dr. Eckhard Niegemann


Sommerfest 2024 vom Arbeitskreis Fischbach

Das diesjährige Sommerfest fand wieder auf dem schönen Gelände des SV Fischbach statt.

 

Da der Tag der Veranstaltung mit dem Viertelfinale der Fußball-EM zusammenfiel, wurde nicht nur gegrillt, gespielt und geplaudert. Wir schauten auch gemeinsam das Fußballspiel zwischen Deutschland und Spanien und feuerten die deutsche Mannschaft an.

 

Auch wenn das Ergebnis dieses Spiels nicht unseren Wünschen entsprach, war es wieder ein sehr schönes Fest!

 

Eckhard Niegemann


Aus der Kelkheimer Zeitung

„Tag der offenen Gesellschaft“ – Engagement läuft ins Leere

Kelkheim (ju) – Am vergangenen Samstag war der „Tag der offenen Gesellschaft“. Ein Tag, der gerade in der heutigen Zeit um so wichtiger ist. Eine offene Gesellschaft gibt es nämlich nur dann, wenn genug Menschen für sie eintreten. Ziel des Aktionstages war und ist es, einen positiven, mutmachenden Raum für Begegnungen zu öffnen. Der Verein „Miteinander Leben in Kelkheim“ hatte die Kelkheimerinnen und Kelkheimer eingeladen, diesen Tag gemeinsam mit Geflüchteten und den Ehrenamtlern zu verbringen. Tische und Stühle wurden in der Frankenallee aufgestellt, leckere Speisen aus aller Herren Länder warteten und verführten mit ihrem Duft.

Man hatte sich so einiges ausgedacht, um für Unterhaltung und Kommunikation zu sorgen. Für die Kleinen war gesorgt – mit vielen Spielen, mit Kreide konnten sie den Gehweg verschönern, Doris Salmon, Vorsitzende der ukw, hatte allerlei zum Jonglieren dabei und fand damit großen Anklang bei Groß und Klein.

Wer sich allerdings nicht blicken ließ, war die Kelkheimer Bevölkerung. „Es gab nur eine Frau, die vorbeikam und sich zu uns gesetzt hat. Das ist schon ernüchternd“, zeigte sich Mafalda Pinto-Schneider, Mitglied des Vereins, enttäuscht. Auch die vielen ehrenamtlichen Helfer, die den Verein als Deutschlehrer, Bastelgruppenleiterin und vieles mehr unterstützen, hatten sich den Nachmittag anders vorgestellt. Nicht, dass es nicht gesellig war, aber der Grundgedanke dieses Tages kam so nicht zur Geltung. „Wir kennen und schätzen uns alle, natürlich führen wir gute Gespräche, aber eigentlich wollten wir die Bevölkerung mit einbeziehen und ihr die Möglichkeit geben, mal näher dran zu sein“, fasst es Christine in Worte. Die Mediendesignerin ist durch Zufall zum Verein gestoßen und hat das Plakat entworfen, mit dem für den Tag geworben wurde. „Wir wollten ein Gegengewicht zur destruktiven und bisweilen aggressiven Stimmung sein, die zu häufig viel Raum in öffentlichen Debatten einnimmt.“ Sie war es auch, die Mafalda Pinto-Schneider motiviert hat, diesen Tag zu gestalten. „Es sind diese Menschen, die wir brauchen, um eine Veränderung in der Gesellschaft herbeizuführen“, ist sich Pinto-Schneider sicher. Doch was macht eine offene Gesellschaft eigentlich aus?

Offene Gesellschaft

Eine offene Gesellschaft zeichnet sich durch Vielfalt, Dialog und Partizipation aus. Hier sind einige Aspekte, die für eine offene Gesellschaft wichtig sind:

1. Vielfalt und Toleranz: Eine offene Gesellschaft respektiert unterschiedliche Meinungen, Kulturen und Lebensweisen. Sie fördert die Akzeptanz von Vielfalt und setzt sich gegen Diskriminierung ein.

2. Demokratische Teilhabe: Bürgerinnen und Bürger sollten aktiv an politischen Prozessen teilnehmen können. Das schließt Wahlen, Bürgerbeteiligung und zivilgesellschaftliches Engagement ein.

3. Transparenz und Offenheit: Institutionen sollten transparent agieren, um das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. Offener Zugang zu Informationen und Entscheidungsprozessen ist essenziell.

4. Bildung und Aufklärung: Eine offene Gesellschaft benötigt eine gut informierte Bevölkerung. Bildung, kritisches Denken und Medienkompetenz sind Schlüssel dazu.

5. Rechtsstaatlichkeit: Ein funktionierender Rechtsstaat schützt individuelle Freiheiten und sorgt für Gerechtigkeit. Die Einhaltung von Gesetzen und die Unabhängigkeit der Justiz sind grundlegend.

6. Zivilgesellschaft und Engagement: Organisationen, Vereine und NGOs spielen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung einer offenen Gesellschaft. Sie setzen sich für soziale Anliegen ein und fördern den Dialog.

7. Kommunikation und Dialog: Offene Gesellschaften leben vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Dialog fördert Verständnis und Zusammenarbeit.

8. Solidarität und Empathie: Eine offene Gesellschaft zeigt Mitgefühl und unterstützt Menschen in Not. Solidarität über Grenzen hinweg ist ein Zeichen von Offenheit.

9. Kritikfähigkeit und Selbstreflexion: Offene Gesellschaften sollten sich ständig hinterfragen und auf Veränderungen einstellen können.

10. Kultur und Kunst: Kulturelle Vielfalt und künstlerischer Ausdruck bereichern eine offene Gesellschaft.

Insgesamt geht es darum, eine Balance zwischen individuellen Freiheiten und dem Gemeinwohl zu finden, um eine lebendige und inklusive Gesellschaft zu schaffen

Herausforderungen

Es ist wichtig zu betonen, dass Deutschland eine offene Gesellschaft ist und viele der oben genannten Aspekte einer offenen Gesellschaft hier vorhanden sind. Dennoch gibt es Herausforderungen und Spannungen, die das Funktionieren einer offenen Gesellschaft beeinträchtigen können:

1. Populismus und Extremismus: Wie in vielen Ländern gibt es auch in Deutschland populistische und extremistische Strömungen. Diese Gruppen setzen sich oft gegen Vielfalt und Toleranz ein und versuchen, die Gesellschaft zu spalten.

2. Integration und Migration: Die Integration von Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund kann eine Herausforderung sein. Es ist wichtig, dass alle Menschen in Deutschland die gleichen Chancen haben und sich als Teil der Gesellschaft fühlen.

3. Medienlandschaft und Desinformation: Die Medienlandschaft ist vielfältig, aber auch polarisiert. Desinformation und Fake News können das Vertrauen in den öffentlichen Diskurs untergraben.

4. Gesellschaftliche Spaltungen: Soziale Ungleichheit, wirtschaftliche Unterschiede und regionale Disparitäten können zu Spannungen führen. Eine offene Gesellschaft muss diese Ungleichheiten angehen.

5. Historische Lasten: Deutschland hat eine komplexe Geschichte, einschließlich der Nazi-Diktatur und der Teilung während des Kalten Krieges. Diese historischen Erfahrungen beeinflussen das gesellschaftliche Bewusstsein und die politische Kultur.

6. Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit: Einige politische Parteien und Bewegungen nutzen fremdenfeindliche Rhetorik, um Ängste zu schüren und die offene Gesellschaft zu untergraben.

7. Globalisierung und Identität: Die Globalisierung führt zu Veränderungen, die manche Menschen als Bedrohung für ihre Identität empfinden. Eine offene Gesellschaft muss diese Ängste ernst nehmen und den Dialog fördern.

Trotz dieser Herausforderungen ist Deutschland bestrebt, eine offene Gesellschaft zu bewahren und weiterzuentwickeln. Der Dialog zwischen verschiedenen Gruppen und die Bereitschaft zur Verständigung sind dabei entscheidend.

Weitermachen

Für Kelkheim bleibt zu hoffen, dass sich die Ehrenamtler des Vereins von diesem Rückschlag nicht entmutigen lassen und weiterhin mit Feuereifer die Integration der zu uns Geflüchteten begleiten. Es wäre fatal, wenn sie aufgeben würden.

Teller jonglieren macht Spaß!

Sie waren da und hätten gern das Gespräch gesucht: die Geflüchteten und die ehrenamtlichen Helfer des Vereins. Leider nahmen die Kelkheimer das Angebot nicht wahr. Fotos: Judith Ulbricht


Ein Kommentar aus der Kelkheimer Zeitung

Integration ist keine Einbahnstraße

Kommentar

Vertane Chance

Manchmal machen mich die Kelkheimerinnen und Kelkheimer traurig. Sie verpassen Chancen, Chancen für ein besseres Zusammenleben, Chancen für mehr Verständnis für Andere, Chancen für mehr Abwechslung und Unterhaltung in Kelkheim.

Am vergangenen Wochenende hatte der Verein „Miteinander Leben in Kelkheim“ im Rahmen des Tages der offenen Gesellschaft zu einer wirklich netten Idee geladen. Tische und Stühle raus auf die Frankenallee, jeder bringt was zu Essen und zu Trinken mit und man kann in den Austausch kommen – mit anderen Generationen, anderen Ethnien. Eine Chance, seinen Horizont zu erweitern oder ganz simpel: Um einfach einen netten Nachmittag zu verbringen. Denn um mehr ging es den Vereinsmitgliedern nicht. Es war ein buntes Treiben, afghanische Frauen saßen neben Ukrainerinnen, äthiopische, syrische und ukrainische Kinder spielten einträchtig miteinander. Was fehlte waren die Kelkheimer. Sie kamen einfach nicht. Jetzt frage ich mich natürlich, warum nicht?

Von Flüchtlingen erwartet man, dass sie sich integrieren, dass sie unsere Sprache lernen, dass sie sich an unsere Regeln und Gepflogenheiten halten. Doch Integration ist keine Einbahnstraße. Wir müssen doch auch bereit sein, uns auf diese Menschen einzulassen, ihnen zuhören, mit ihnen diskutieren, sie wahrnehmen und zwar nicht als Ärgernis oder Kostenfaktor sondern als Menschen, als Bereicherung für unsere Gesellschaft. Die Integration von Flüchtlingen ist ein vielschichtiger Prozess, der sowohl von der aufnehmenden Gesellschaft als auch von den Geflüchteten selbst gestaltet wird. Und gerade die Geflüchteten waren es, die an eben diesem Samstag an den Tischen Platz nahmen. Sie hatten leckere Speisen aus ihrer Heimat dabei, sie waren offen für Gespräche, für Austausch. Aber wer kam nicht: die Kelkheimer. Was wollen die Menschen hier in dieser Stadt? Es wird über vieles gemeckert, ständig wird nur das Negative gesehen, keiner ist bereit, aus seiner Komfortzone zu kommen. Ich hätte mir gewünscht, dass auch die örtliche Politik diese Chance wahrnimmt, dazukommt, ein Zeichen setzt. Außer mehreren Mitgliedern der ukw-Fraktion ließ sich niemand blicken. Warum nicht? Wie kann man erwarten, dass Menschen sich integrieren, wenn sie keine Reaktion bekommen, kein Feedback, keine positive Bestätigung, dass es gut ist, dass sie da sind. Denn wenn man die Menschen, die an diesem Samstag vor Ort waren, besser kennenlernt, dann kann man erstens ihre Beweggründe für die Flucht besser verstehen und man erfährt zweitens, wer sein Gegenüber ist – nämlich Menschen, die alles zurücklassen mussten, um ihr Leben und das Leben ihrer Kinder zu schützen. Menschen, die Deutsch lernen, Menschen die bemüht sind, eine Arbeit zu finden, Menschen, die sich integrieren wollen, Menschen, die verstanden haben, dass man etwas tun muss, um dazu zu gehören. Und was machen wir? Wir ignorieren sie, echauffieren uns dafür aber anonym im Internet, was für Schmarotzer und Kriminelle die Flüchtlinge doch alle sind. Es ist zum fremdschämen!

Tatsächlich sollten wir uns immer daran erinnern, dass Flüchtlinge in erster Linie Menschen sind – mit individuellen Geschichten, Bedürfnissen und Hoffnungen. Manchmal vergessen wir das in politischen Diskussionen oder wenn wir von Zahlen und Statistiken sprechen. Es ist entscheidend, Empathie zu zeigen und die Menschlichkeit in den Vordergrund zu stellen, um eine inklusive Gesellschaft zu schaffen. Wenn wir uns auf unsere gemeinsame Menschlichkeit konzentrieren, können wir besser verstehen, wie wir einander unterstützen können.

Die Kelkheimer haben an diesem Wochenende eine Chance vertan. Sie sollten froh sein, dass es so einen Verein wie „Miteinander Leben in Kelkheim“ mit so vielen ehrenamtlich Engagierten gibt. Denn sie leisten den Löwenanteil bei der Integration der Geflüchteten. Da ist es doch nicht zuviel verlangt, wenn diese Arbeit von der Bevölkerung wertgeschätzt wird und sie dies auch zeigt. Nicht mit Beifall im stillen Kämmerlein, sondern mit Anwesenheit und einem offenem Herzen – denn nur so kann letztendlich Integration funktionieren. Und wer weiß, vielleicht eröffnen sich plötzlich ganz neue Horizonte.

Judith Ulbricht


Aus der Kelkheimer Zeitung


Aus der Kelkheimer Zeitung / FNP vom 22. April 2024


Berufliche Integration in Kelkheim

Seit Januar findet das Projekt „Berufliche Integration“ in Kelkheim statt. Eigentlich ist es kein neues Thema, aber doch etwas Besonderes. Das Projekt wurde von Inna, einer Ukrainerin, im Rahmen ihrer Weiterbildung „Pädagogik in der Migration“ entwickelt und unser Verein „Miteinander leben in Kelkheim e.V.“- ist Kooperationspartner und unterstützt aktiv mit Kontakten, Kenntnissen, Know-how und Zeit.

 

Insgesamt nehmen 15 Ukrainerinnen und Ukrainer an dem Projekt teil. Einige lernen bereits seit März 2023 Deutsch im einjährigen Integrationskurs. Andere hatten bisher noch keine bzw. wenige Möglichkeiten zum Erwerb der deutschen Sprache.

 

Die Ausgangssituation der ukrainischen Flüchtlinge in Deutschland ist neben den fehlenden Sprachkenntnissen gekennzeichnet durch das Fehlen praktischer Erfahrungen, den Mangel an beruflichen Kontakten und der Unkenntnis der lokalen Besonderheiten des deutschen Arbeitsmarktes. All das erschwert ihre Integration in die deutsche Gesellschaft und stellt erhebliche Hindernisse für eine erfolgreiche Arbeitsaufnahme dar.

 

Durch das Projekt erhalten die Teilnehmer zunehmend Klarheit über berufliche Möglichkeiten, ihre Ziele und notwendige Schritte, um diese Ziele zu erreichen. So wurden in Einzelgesprächen Interessen, Kenntnisse, Ausbildungen, berufliche Erfahrungen usw. abgefragt, Lebensläufe geschrieben, Bewerbungssituationen geübt.

 

Oft ist der direkte Einstieg in den Arbeitsmarkt nicht möglich. Deshalb werden hier individuelle kleine Projekte entsprechend der Ausbildung und des vorherigen Erfahrungsschatzes entwickelt. So bietet z.B. eine Chemielehrerin, die noch keine Anerkennung als Lehrerin in Deutschland hat, Chemieshows für Kinder an; eine Kunstlehrerin organisiert Malkurse nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Ziel dieser Angebote ist es vor der Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit Gelegenheit zur Anwendung der deutschen Sprache zu schaffen, Kontakte und Netzwerke aufzubauen und insbesondere auch Selbstvertrauen zu steigern und Sicherheit zu geben.

 

Ein wichtiger Baustein des Projektes beinhaltet, berufliche Kontakte herzustellen um Praktika, Hospitationen oder Probearbeiten zu ermöglichen. Hier ist natürlich der Verein gefragt. Durch die Unterstützung des VKS (Verein Kelkheimer Selbständiger) sind erste Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern möglich.

 

Nicht alle können oder wollen in ihrem erlernten Beruf arbeiten. So geht es auch darum eine Neuorientierung zu begleiten wie z.B. bei zwei Interessentinnen für die Ausbildung zur Erzieherin, die derzeit einen Praktikumsplatz suchen.

 

Durch das Sammeln neuer Erfahrungen und den Aufbau beruflicher Kontakte zu Organisationen und Unternehmen werden die Teilnehmer schrittweise in ein berufliches Umfeld integriert und so die Grundlage für den Aufbau einer erfolgreichen Karriere in der Zukunft geschaffen.

 


Von Inna Lyakh

Am 26.03. fand in unserem geliebten Familienzentrum der zweite wunderbare Workshop von Olga Maslova statt. Die Zeichnungen unserer talentierten Teilnehmer waren voller Frühlingsfarben und Magie. Die Kinder und andere Teilnehmer hatten viel Spaß beim Zeichnen.

 

Vielen Dank an den Verein "Miteinander leben in Kelkheim" für die Unterstützung und die magische Atmosphäre!❤️


Teilnahme am Lebendigen Adventskalender 2023

Am Nikolausabend  versammelten sich um die 60 Personen am Kelkheimer Marktplatz, um gemeinsam die traditionellen Weihnachtslieder  und auch ein ukrainisches Weihnachtslied zu singen. Die Musiktherapeutin Simone Plechinger hat den Gesang wunderbar auf dem Akkordeon begleitet und wurde von  dem Studenten Lenard Hachenberger auf der  Gitarre unterstützt.

 

Alle hatten viel Spaß und waren mit Begeisterung dabei. Im Anschluss gab es  ein leckeres Buffet im Familienzentrum Frankenallee.


Arbeitskreis Mitte / Münster                                                                              Bettina und Mafalda haben zum weihnachtlichen Basteln eingeladen

Wunderbare Werke sind entstanden.

Im Hintergrund liefen Weihnachtslieder, die zum Singen und Tanzen eingeladen haben. 12 Personen waren dabei - im Dezember wird es noch einen weiteren Termin zum gemeinsamen Basteln geben.


Abschlussbericht zum Fahrradkurs - aus der Kelkheimer Zeitung vom 08.11.23

Afghanische Frauen lernen in Kelkheim das Radfahren

Um sicher für den Straßenverkehr hierzulande zu werden, wurden die Afghanischen Frauen von Helfern des Vereins „Miteinander leben in Kelkheim“ – Arbeitskreis Mitte/Münster auch bei kleineren Fahrten in die Stadt und auch bei längeren Touren, hier bei der Abschlusstour, betreut.Foto: privat

Kelkheim (kez) – Seit Beginn der Sommerferien betreute der Verein „Miteinander leben in Kelkheim“ – Arbeitskreis Mitte/Münster einen Fahrradkurs für afghanische Frauen, die zu Beginn von zwei Polizistinnen mit den elementaren Verkehrsregeln in Deutschland vertraut gemacht wurden. Dann traf sich die erste Gruppe der Frauen mit ihren Helferinnen und Helfern fast täglich auf dem Schulhof der „Sindlinger-Wiesen-Schule“, wo ungestört die ersten Versuche mit dem Fahrrad unternommen werden konnten (die Kelkheimer Zeitung berichtete). Die Frauen lernten erstaunlich schnell, berichtet Peter Mauer und so gab es bald kleine Touren durch den „Sindlinger-Wiesen-Park“, ins Schmiehbachtal und nach Liederbach. Kleinere Fahrten im Kelkheimer Straßenverkehr schlossen den Kurs ab.

In der folgenden Woche startete die 2. Gruppe. Auf dem Schulhof war inzwischen ein Fahrradparcour eingezeichnet worden. Hierdurch wurden die Übungen sinnvoll unterstützt. Die Helferinnen und Helfer hatten auch Verkehrsschilder angefertigt, um das Fahren im Straßenverkehr zu simulieren. Nun konnten die Erfahrungen mit der ersten Gruppe genutzt werden. Das Übungsprogramm lief ähnlich ab, von dem geschützten Fahren im Schulhof über kleine Touren bis zu ersten Versuchen im Straßenverkehr.

Damit das Fahrradfahren in Kelkheim und überhaupt geübt werden kann, ist es wichtig, dass die Frauen über Fahrräder verfügen. Mafalda Pinto-Schneider hatte dafür gesorgt, dass durch Spenden und dem Erwerb auf Flohmärkten und im Internet Fahrräder zur Verfügung standen.

Ende Oktober trafen sich die Teilnehmerinnen und die Helferinnen und Helfer zum Abschluss des Projektes in der Gemeinschaftsunterkunft in der Frankfurter Straße. Bei dieser Gelegenheit wurden an alle Teilnehmerinnen Fahrräder gegen einen bestimmten Eigenanteil ausgegeben und die Frauen freuten sich bereits darauf, mit ihren Familien Radfahren zu können, dankten Mafalda Pinto-Schneider und allen Helferinnen und Helfern und freuten sich besonders ein kleines Stück persönliche Freiheit gewonnen zu haben. Sie berichteten auch, dass sie in Afghanistan nicht Radfahren konnten, auch nicht durften. Eine Frau erzählte von einem Anruf bei Verwanden in Afghanistan, denen sie von dem Projekt erzählt habe. Die Reaktion der Verwandten war, dass durch das Radfahren der Frauen die eigenen Traditionen zu Hause in Vergessenheit geraten würden.

Geplant ist im Frühjahr bei gemeinsamen Touren das Erlernte zu vertiefen.


Basteln im Arbeitskreis Mitte / Münster

Der Arbeitskreis Mitte/Münster unseres Vereins hat im Oktober 2023 einen interkulturellen Bastelvormittag mit Kindern und Erwachsenen im Familienzentrum organisiert. Dabei entstanden sehr schöne Werke aus Papier und Ästen und es wurden die beliebten Glückswürmchen gehäkelt. Ein großes Dankeschön geht an unsere „ Bastellady“ Bettina Schlicht!

Die Fotos dazu sind auf unserer Facebook-Seite von Miteinander leben in Kelkheim e.V.

 


Aus den Taunus Nachrichten vom 01.11.2023

Integrative Kaffeerunde in Ruppertshain

Kathera Mireada aus Afghanistan (l.) und Salomé Korschinowski Verein Miteinander leben in Kelkheim e.V.

Kelkheim (nd) - Am vergangenen Donnerstag trafen sich in der Ruppertshainer Schönwiesenhalle mehrere einheimische Seniorinnen und Senioren des Seniorenkreises St. Johannes und in Ruppertshain lebende Geflüchtete zu einer gemeinsamen Kaffeerunde. Organisiert wurde das Treffen von Salomé Korschinowski, zuständig für den Arbeitskreis Ruppertshain des Vereins Miteinander leben in Kelkheim e.V., der sich um Geflüchtete in Kelkheim kümmert. Der Verein organisiert Deutschkurse, vermittelt Ausbildungsplätze, hilft bei Amtsgängen und vieles mehr.

Laut Salomé Korschinowski habe man überlegt, wo Integration stattfinden könne - dort, wo Einheimische sich treffen. Denn „ob anerkannt oder geduldet, die Geflüchteten haben ihr Heimatland hinter sich gelassen, sie gehen hier ins Bett und wachen hier auf“, stellte die Organisatorin fest. Sie selbst stammt aus Eritrea, wo die Bildung von Frauen wenig Priorität hat, „ich bin in einer Diktatur aufgewachsen, man durfte nicht sagen, was man wollte“, mittlerweile ist sie die einstimmig gewählte Vorsitzende des Ausländerbeirats der Stadt Kelkheim. Die Erlebnisse und die Herkunft der Geflüchteten sind mannigfaltig. So ist zum Beispiel Kathera Mireada aus Afghanistan seit zwei Jahren in Deutschland und hat bereits mehrere Deutschkurse bestanden - die junge Frau erzählte: „Ich möchte meine Ziele erreichen, möchte eine Ausbildung machen, ich habe viele Pläne.“ Das wäre in Afghanistan wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Die junge Frau ist gut zu verstehen, obwohl sie erst die lateinische Schrift lernen musste und zuvor nie mit der deutschen Sprache in Berührung gekommen ist, hat sie bereits mehrere Bücher auf Deutsch gelesen. Auch die Senioren fühlten sich sichtlich wohl, bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen entstanden viele Gespräche. Laut Korschinowski sei es „nicht einfach, Felsen zu brechen“, aber man sei „sehr herzlich empfangen worden, was nicht selbstverständlich ist“. Am schwierigsten sei es, Mütter zu integrieren, da sie sich zu Hause um ihre Kinder kümmern und so gar nicht die Möglichkeit haben, Deutsch zu lernen. Daher wäre es schön, wenn es ein ähnliches Angebot geben würde, bei dem sich Frauen mit ihren Kindern treffen könnten. Die Kaffeerunde trifft sich jeden Monat und jedes Mal kommen mehr Besucher dazu. Auch weitere Aktivitäten gibt es, zum Beispiel das Sprachcafé, bei dem jeder willkommen ist. Weitere Informationen dazu und zu anderen Veranstaltungen des Vereins unter: www.miteinander-leben-in-kelkheim.jimdo.com

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Frankfurt Marathon

Beim diesjährigen Frankfurt Marathon am 29. Oktober hatten wir wieder eine Staffel am Start. Wie bereits 2017 bewältigten zugezogene und alteingesessene Kelkheimer die rund 42,2 Kilometer lange Strecke gemeinsam. Die Freude war groß, als Team Kelkheim nach 3 Stunden und 37 Minuten in die Festhalle einlief. Obwohl das Wetter recht durchwachsen war, wurden bereits im Ziel Pläne für eine Teilnahme im nächsten Jahr geschmiedet. Bei einem anschließenden  Abendessen ließen wir den erlebnisreichen Tag gemeinsam ausklingen.

 

Foto: von links nach rechts 

Jolanda Niegemann, Sharif Haidari, Ablelom Asmerom, Gabi Dilger 


Endlich wieder Du und Ich Tag

Nach der langen Coronapause fand am 20.September 2023  bei bestem Wetter der Du und Ich Tag wieder statt. Unser Verein konnte dank der Unterstützung unseres  interkulturellen Teams von ehrenamtlichen Helfern mit einem bunten Programm teilnehmen.

 

Zum einen war da die Eritreische Kaffeezeremonie, die von Tamara und Azenegash mit viel Charme zelebriert wurde. Die Besucher genossen den besonders guten starken Kaffee  und die unterschiedlichen Brotsorten aus  Äthiopien und Eritrea.

Ganz herzlichen Dank auch Lemlem für das Brot..

 

Zwei Damen aus der Ukraine ,Olha und Natliia,.hatten für den Kuchenstand gebacken. Bettina hatte sehr niedliche Glückswürmchen hergestellt, die großen Anklang fanden. Besonders gut kam aber der Mitmachtanz bei den Besuchern an, der von Mafalda  und den Besuchern und Helfern des Familienzentrums mit viel Schwung präsentiert wurde und schließlich den ganzen Marktplatz zum Tanzen brachte.

 

Auch die "farbige Füße-Aktion" zusammen mit dem Inklusionsbeirat und dem Ev. Familienzentrum

wurde sehr gut angenommen.

 

Ganz herzlichen Dank an alle Helfer. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich. 


Aus den Taunus-Nachrichten vom 13.09.2023

„Herzensprojekt“ – Überraschung für Schulanfänger

Bettina Schlicht inmitten „ihrer“ beschenkten Schulanfänger, die begeistert ihre Schultüten in die Höhe halten. Foto: Judith Ulbricht

Kelkheim (ju) – Was gibt es schöneres als strahlende Kinderaugen! Und dass sie strahlen, dafür hatte jetzt die Kelkheimerin Bettina Schlicht gesorgt. Doch von Anfang an.

Bettina Schlicht engagiert sich schon lange für soziale Projekte und unterstützt verschiedene Aktionen. Doch eine Sache lag ihr besonders am Herzen, sozusagen ihr Herzensprojekt: Kindern aus sozial schwächer gestellten Familien eine tolle Einschulung zu ermöglichen und für eine prall gefüllte Schultüte zu sorgen.

„Natürlich kann man nicht einfach irgendwohin gehen und sagen, nennt mir mal ein paar Kinder, die Unterstützung brauchen. Da bin ich auf Mafalda Pinto-Schneider gestoßen und damit auf die genau richtige Ansprechpartnerin für meine Idee“, erinnert sich Schlicht. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und Mafalda weiß von fünf Kindern, die eingeschult werden sollen und deren Eltern dankbar für jede Unterstützung sind.

Bettina Schlicht startet ihre Aktion, sammelt Geld bei ihren Kollegen in einer Grafikagentur in Frankfurt, wendet sich an die große Community in der Facebookgruppe „Alles rund um Kelkheim“ auf der Suche nach Schultüten – und wird nicht enttäuscht. „Es ging ganz schnell, dass sich Menschen fanden, die Schultüten sponserten. Von dem gesammelten Geld konnte ich Brotdosen, Trinkflaschen, Stifte und Süßigkeiten kaufen, sodass die Tüten schnell prall gefüllt waren.“ Schlicht ist überwältigt von der Bereitschaft der Kelkheimer, ihre Aktion zu unterstützen. „Eine Kelkheimerin hatte von meiner Aktion gehört und mir tatsächlich einen Briefumschlag mit 50 Euro in den Briefkasten geworfen. Sowas macht mich sprachlos vor Freude.“ Das Geld ist willkommen, denn aus den ursprünglich fünf Kindern werden letztendlich zehn, die auf der Max-von Gagern-Schule, in die Sindlinger Wiesen Schule, die Pestalozzischule und die Rossertschule eingeschult werden.

Über 100 Geschenke hat Bettina Schlicht eingepackt, liebevoll verziert und in den zehn Schultüten verstaut. Bei der Übergabe der Tüten in der Gemeinschaftsunterkunft in der Frankfurter Straße sind die neuen Erstklässler mega aufgeregt. Immer wieder schielen sie auf den Tisch, auf dem sich die bunten Überraschungen aneinander reihen. Und dann ist es soweit. Stolz halten die Jungen und Mädchen ihre Schultüten in der Hand , auch wenn es schwerfällt, noch nicht hineinschauen zu dürfen. Sie strahlen über das ganze Gesicht und Bettina Schlicht und Mafalda Pinto-Schneider geht das Herz auf. „Das ist genau dass, was ich erreichen wollte. Kinder die glücklich sind und sich mit Freude an ihre Einschulung erinnern werden. Wenn viele Menschen solche Aktionen unterstützen, kann man viel erreichen.“ Mafalda nickt und ist dankbar, dass es solche Menschen wie Bettina Schlicht gibt.


Aus der Kelkheimer Zeitung vom 04.08.2023


Sommerfest in Fischbach

Der Arbeitskreis Fischbach hatte in diesem Jahr am 21.07.2023 wieder zum Sommerfest am Sportplatz in Fischbach eingeladen. Die Räumlichkeiten waren uns freundlicherweise vom SV Fischbach zur Verfügung gestellt worden. Vielen Dank dafür!!!

 

Es trafen sich zahlreiche Menschen zum gemeinsamen Grillen, Essen, Plaudern und Spielen. Das Treffen war auch eine gute Gelegenheit Informationen auszutauschen und andere Menschen kennenzulernen. Da es der Wettergott gut mit uns gemeint hatte, konnten Interessierte auch ihre fußballerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. 


Help Day am Weltflüchtlingstag

Im Familienzentrum, einer Einrichtung für geflüchtete Mütter und Kinder, die der Verein mit Ehrenamtlichen in Räumen der Stadt Kelkheim betreibt, fand heute eine besondere Aktion statt.

 

Mitarbeiter der in Kelkheim ansässigen Firma Rothenberger haben gemeinsam mit geflüchteten Ukrainern ein Palettensofa gebaut, um im Außenbereich des Familienzentrums am Sandkasten eine gemütliche Sitzgelegenheit zu schaffen. Hintergrund für dieses Projekt ist der sogenannte Help Day, bei dem Mitarbeiter von Unternehmen sich für einen Tag für ein soziales Projekt engagieren. Trotz der heißen Temperaturen waren alle mit viel Spaß und Elan bei der Sache.

 

Wir danken allen, die die Aktion unterstützt haben: Den Mitarbeitern von Rothenberger und den Männern aus der Ukraine, die die Möbel zusammen gebaut haben, den Frauen aus der Ukraine und den ehrenamtlichen Helferinnen des Vereins, die leckere Erfrischungen vorbereitet hatten und natürlich der Stadt Kelkheim, die die Räume für das Familienzentrum mietfrei zur Verfügung stellt und diese Einrichtung unbürokratisch begleitet.


Anerkennung Ukrainischer Bildungsabschlüsse

Am 19. Juni, 2023 fand im Familienzentrum eine Veranstaltung zur Anerkennung ukrainischer Bildungsabschlüsse statt, die auf Wunsch vieler nach Kelkheim geflüchteter Ukrainer von unserem Verein organisiert wurde.

 

Eine Referentin von involas aus der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Initiative IQ informierte über die Anerkennungsverfahren und Zeugnisbewertungen, bei denen die Prüfung der Gleichwertigkeit der ukrainischen Abschlüsse mit den deutschen Abschlüssen erfolgt.

 

Die Ausführungen der Referentin wurden von einer ukrainischen Juristin perfekt übersetzt, die sich dankenswerterweise ehrenamtlich für diesen Anlass zur Verfügung stellte. Mit Hilfe der Übersetzerin konnten viele Fragen der Teilnehmer besprochen und geklärt werden.

 

Im Rahmen der Initiative IQ ist auch eine persönliche Einzelfallberatung per Video, telefonisch oder per mail möglich.

Eine vor Ort-Beratung kann nur in Offenbach oder Frankfurt stattfinden. Alle Beratungen sind kostenlos!


Brustworkshop

Am Donnerstag, 15.06 2023 fand eine Informationsveranstaltung mit afghanischen Frauen zur Selbstuntersuchung der Brust mit einer Ärztin von "pro familia" statt. Eine junge Frau aus Afghanistan hatte diese Idee, da Brustkrebsvorsorge in Afghanistan nicht bekannt ist und viele Frauen dort an Brustkrebs sterben.

 

Die Ärztin wies eindringlich darauf hin, wie wichtig es ist, die Brust jeden Monat selbst gründlich zu untersuchen, damit man auch Veränderungen rechtzeitig wahrnehmen kann. Je früher ein Tumor entdeckt wird und je kleiner er ist, desto besser sind die Heilungschancen.

 

Anhand eines Silikonmodells einer Brust wurden den Teilnehmerinnen gezeigt, wie sich eine gesunde Brust anfühlt und welche Tastuntersuchungen der Brust vorzunehmen sind, um Knoten zu entdecken.

Es wurden viele interessierte Fragen gestellt und allen Teilnehmerinnen wurde bewusst, wie bedeutsam die regelmäßige Selbstkontrolle der Brust ist.

 

Einen ganz herzlichen Dank an die Ärztin Frau Sonnleitner-Doll von "pro familia." 


Uns verbindet - Kunst verbindet

Aus dem im April eingerichteten Koordinationskreis Ukrainehilfe der Stadt Kelkheim entstand die Idee, Bilder aus den Malkursen für ukrainische Geflüchtete, ergänzt mit Bildern Kelkheimer Künstler, in einer Verkaufsausstellung zu zeigen und den Erlös für soziale Zwecke in Kelkheim zu verwenden. Die Planung und Durchführung wurde von den Vorsitzenden des Koordinationskreises, Ulrich Schäferbarthold, der Bürgerstiftung Kelkheim, Dr. Hildegard Bonzkowitz, Gemeinsam für die Ukraine e.V., Tetyana Fischer, und Miteinander leben in Kelkheim e.V., Dr. Ann-Katrin Helberg-Lubinsky übernommen.

Frau Fischer hat mit ihrem Verein in Frankfurt schon seit Sommer Malkurse unter professioneller Anleitung für Geflüchtete aus der Ukraine angeboten, in Kelkheim sind Malkurse im September angelaufen. Daher gab es aus dem Frankfurter Kurs Bilder mit mehr Professionalität als aus dem Kelkheimer Malkurs. Die Kelkheimer Künstler sind schon seit Jahren mit ihren Werken in der Stadt bekannt.

 

Die Bilder wurden vom 18. bis 20. November im Rathaus ausgestellt. Die Ausstellung wurde am 18.11. mit einer Vernissage eröffnet und am 20.11. zum krönenden Abschluss mit einer Versteigerung ausgewählter Bilder beendet. Als Ergänzung zur Bilderausstellung gab es am Sonntag Kaffee und Kuchen, präsentiert von Bernd Geis (Altes Rathaus Münster), eine Lesung von Connie Albers aus ihrem neuen Buch „Mohnrot“ und Malen für Kinder. Es folgten Tanzvorführungen der Tanzschule Motsi Mabuse, die auch mit ihrem Partner Evgenij Vocniuk und dem Bürgermeister die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen hatte. Bei einem Raritätenmarkt am Samstag und Sonntag kamen zahlreiche Gegenstände unterschiedlichster Spender zum Verkauf.

 

Zur Versteigerung von 8 Bildern ukrainischer Künstlerinnen, einem Bild einer Rumänin, die in Kelkheim als Kunsterzieherin tätig ist und 7 Bildern aus Kelkheim waren auch der ukrainische Konsul aus Frankfurt mit seiner Frau gekommen. Als Auktionator hatte Frau Dr. Bonczkowitz Staatsminister Axel Wintermeyer gewinnen können, der die Bilder gekonnt an die Meistbietenden verkaufte und damit 2 800 Euro einspielte. Der Gesamterlös dieses erfolgreichen Projektes mit Auktion, 44 verkauften Bildern und Raritätenmarkt betrug 6 040 Euro. Dafür sagen wir allen von Herzen Dank, die sich in diesem Projekt engagierten oder die eine bleibende Erinnerung an „Kunst verbindet“ erworben haben. 

 

Text: Bürgerstiftung Kelkheim


Aus der Kelkheimer Zeitung vom 11.11.2022


Birgit Gröger spendet für ukrainisches Familienzentrum

Den ganzen Artikel aus der "Kelkheimer Zeitung / Taunus Nachrichten" finden sie unter diesem Link.

Den ganzen Artikel aus der "Kelkheimer Zeitung / Taunus Nachrichten" finden sie unter diesem Link.


Eine große Spende vom Skiclub Kelkheim


Aktueller Wegweiser der Stadt Kelkheim für Menschen aus der Ukraine

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Wegweiser der Stadt Kelkheim für Menschen aus der Ukraine in ukrainischer Sprache
RZ_Stadt-Kelkheim_Flyer-Ukraine_A5_U_202
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Wegweiser der Stadt Kelkheim für Menschen aus der Ukraine in deutscher Sprache
RZ_Stadt-Kelkheim_Flyer-Ukraine_A5_D_202
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FAQ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration - Referat VI2 - hat eine umfangreiche  Linksammlung wichtiger Informationen und Anlaufstellen sowie Arbeitshilfen zum Thema "Geflüchtete aus der Ukraine" in einem Dokument zusammengetragen. Wir stellen Ihnen die Datei hier als Download zur Verfügung. 

 

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FAQ "Flüchtlinge aus der Ukraine"
Eine umfangreiche Linksammlung zu wichtigen Informationen und Anlaufstellen
_Linksammlung Infos Geflüchtete Ukraine_
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Zentrales Hilfsportal des Bundesinnenministeriums I Germany4Ukraine.de

Germany4Ukraine.de ist das zentrale Hilfsportal des Bundesministeriums des Inneren und für Heimat'.

Hier sind in mehreren Sprachen alle Angebote für Spracherwerb, Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Beratung aufgeführt.

 


Information des BAMF

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat auf seiner Homepage Informationen für Ratsuchende hinterlegt, die wir Ihnen hier in 4 Sprachen zur Verfügung stellen.
Gerne verweisen wir auch auf die Homepage des BAMF:
Download
Infoblatt_AS_UKR_Deutsch.pdf
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Infoblatt_AS_UKR_Ukrainisch.pdf
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Infoblatt_AS_UKR_Russisch.pdf
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Infoblatt_AS_UKR_Englisch.pdf
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Kostenlose SIM-Karten der Telekom für Geflüchtete aus der Ukraine

Die Deutsche Telekom stellt kostenlose SIM-Karten für Mobiltelefone von Flüchtlingen aus der Ukraine bereit.

Nähere Informationen finden Sie unter nachstehendem Link: 

 

www.Telekom.de/hilfe/ukraine



Ehrenamtliche Helfer für die Unterstützung von Schulanfängern gesucht

Für Kinder, die gerade die erste Grundschulklasse besuchen, wollen wir ein Angebot schaffen, um ihnen spielerisch beim Erlernen und Vertiefen der deutschen Sprache zu helfen.

 

Daher suchen wir Menschen, die bereit ein oder zwei mal in der Woche für jeweils eine oder zwei Stunden mit den Kindern Gesellschaftsspiele zu spielen oder ihnen vorzulesen. Das Angebot soll in Kelkheim-Mitte stattfinden.

 

bei Interesse melden Sie sich bitte per Mail bei Mafalda Pinto-Schneider


Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand

 

Die Mitgliederversammlung des Vereins Miteinander leben in Kelkheim e.V. hat am 30.8. 2021 einen neuen Vorstand gewählt.

 

Er setzt sich wie folgt zusammen:

  • Vorsitzende : Dr. Annkatrin Helberg-Lubinski
  • Stellvertretende Vorsitzende: Monika Berkenfeld
  • Schatzmeister: Dr. Stephan Laubereau
  • Beisitzerin: Mahboube Nazari
  • Beisitzerin: Mafalda Pinto Schneider

Cornelia Fette und Sabine Kurz, die seit der Gründung des Vereins im Jahre 2017 im Vorstand waren, stehen für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Der Verein dankt beiden sehr herzlich für die Mitarbeit und ihren engagierten Einsatz in der Integrationsarbeit.